Nach dem Erfolg der probeweisen Zementtransporte im Herbst des vergangenen Jahres, Details finden Sie hier, wurde nun am 30. Mai 2007 durch die Eisenbahngesellschaft Potsdam mbH (EGP) die regelmäßige Versorgung der Großbaustelle des Airports Berlin Brandenburg International (BBI) mit diesem für den Baustoff Beton so wichtigen Bindemittel aufgenommen.
Die zu diesem Zweck aufgebaute Betriebstechnologie sieht vor, dass eine Wagengruppe des zumeist wöchentlich verkehrenden EGP-Zementganzzuges Deuna – Berlin Greifswalder Straße in Berlin-Grünau abgehängt wird. Die EGP sorgt für die Überstellung dieser Wagen zur Anschlussbahn Schönefeld Süd. Um die für die Entladung der Wagen anfallenden Rangierarbeiten auszuführen zu können, hält die EGP nunmehr ihre Rangier-Kleinlok V 22.02 in Schönefeld vor. Dazu ging die kleine zweiachsige Lok am 28. Mai 2007 auf große Fahrt: mit eigener Kraft erfolgte die frei von Störungen verlaufende Überführung aus der Prignitz nach Berlin.
Nach vollzogener Entladung werden die Silowagen von einer der in Wustermark insbesondere für die Railion-Auftragsverkehre stationierten Loks der Baureihen 202/212 in Schönefeld abgeholt und nach Berlin Greifswalder Straße überstellt. Zusammen mit den dort entladenen Wagen geht es dann als Leerzug zurück nach Deuna.
Durch den Bedarf nach einer eigenen EGP-Rangierlok auf der Anschlussbahn Schönefeld Süd ergab sich die Notwendigkeit, Ersatz für die Rangierdienste in Falkenhagen (Prign) zur Biodieselbeladung zu schaffen. Nach der Interimslösung mit V 60.08 hat diese Aufgabe nunmehr Kleinlok V 22.01, eine Vertreterin des Typs V 22 B aus der Produktion des LKM in Babelsberg, übernommen. Weitere Informationen zu dieser Lok haben wir wieder in einem separaten Datenblatt zusammengestellt.
Die notwendigen Instandsetzungs- und Revisionierungsarbeiten an V 22.01 konnten per 5. Juli 2007 abgeschlossen werden. Nach Durchlaufen des Zulassungsverfahrens unter Einschaltung eines Anerkannten Sachverständigen im Eisenbahnwesen war es möglich, die Lok am 30. Juli 2007 von Meyenburg nach Falkenhagen zu überführen. Dort erledigt die Lok seither alle anfallenden Rangierarbeiten zur vollsten Zufriedenheit des Personals.


