Die beiden 212-Lokomotiven der Eisenbahngesellschaft Potsdam mbH (EGP), vormals PE Cargo, gehören zum alltäglichen Erscheinungsbild auf dem Bahnhof Pritzwalk. Morgens gegen „Viertel vor Sieben“ erricht der Zug von Wustermark Rbf den regionalen Bahnknoten in der Prignitz, mittags „kurz nach Eins“ wird in die Gegenrichtung gestartet. Zwischen 6. September 2004 und 24. August 2007 verkehrte das Zugpaar, das im Wesentlichen der Anbindung eines bedeutsamen Betriebes der Holzverarbeitung am Standort Heiligengrabe dient, an rund 750 (Werk-)Tagen. Zugausfälle durch Schäden an Triebfahrzeugen hat es in dieser langen Zeit kein einziges Mal gegeben. Die EGP als Subunternehmer der Railion Deutschland AG hat Grund, stolz zu sein.

Ab 27. August 2007 bis zum Fahrplanwechsel am 8. Dezember 2007 ist die Strecke Pritzwalk – Liebenthal gesperrt, um das noch fehlende Reststück für das Prestigeprojekt „Prignitz-Express“ (Linie RE 6 Berlin-Spandau – Wittenberge via Pritzwalk) infrastrukturell zu ertüchtigen. Die Anbindung der Ausweichanschlusstelle in Liebenthal erfolgt in diesem Zeitraum über Hennigsdorf (Fahrtrichtungswechsel von/nach Wustermark Rbf) – Velten – Neuruppin und Wittstock. Auch für die Traktion des umgeleiteten Zuges für den Einzelwagenverkehr nach Wittstock und Liebenthal zeichnet natürlich die EGP verantwortlich – genauso wie für den wöchentlich verkehrenden Containerzug von Liebenthal, der ebenfalls diese Route nehmen muss. Ab Dezember 2007 werden die Züge wieder auf ihre Stammroute über Pritzwalk verlegt. Bleibt die von dem Wissen über das Können und Engagement der eingesetzten Eisenbahner getragene Hoffnung, dass sich für die EGP abermals eine wenigstens dreijährige Phase störungsfreien Zugbetriebs anschließen möge. Im Kundeninteresse, der so lange auf diesen regionalen Güterverkehr „setzt“, wie die Leistung stimmt.

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