Fahrplanwechsel war bekanntlich am 8. Dezember 2007. Dessen ungeachtet besteht die Zusammenarbeit zwischen der Eisenbahngesellschaft Potsdam mbH (EGP) und der Railion Deutschland AG fort. Schließlich war man im Verbund erfolgreich – die wichtige Präsenz „vor Ort“ können nur regionale und dort verankerte Unternehmen leisten.

Kernstück der seit Jahren währenden Kooperation ist die Gestellung von Traktion und Personal für den so genannten Prignitz-Zug von Wustermark Rbf über Pritzwalk nach Liebenthal (Prign) bzw. Wittstock (Dosse) und zurück. Nicht selten die vorgesehene Maximallast von deutlich mehr als tausend Tonnen erreichend, verkehrt dieser Zug seit Fahrplanwechsel im Dezember 2007 statt bisher an fünf nunmehr an sechs Tagen in der Woche.

Der stetig steigenden Auslastung dieses Zuges musste die Entscheidung geschuldet werden, auf das seit Dezember 2005 geltende Flügelungskonzept in Pritzwalk zu verzichten. Für den Zugteil nach Wittenberge war im Stammzug schlicht kein Platz mehr – schließlich begrenzt die anspruchsvolle Nebenbahn Neustadt (Dosse)–Pritzwalk die Bruttotonnage.

Ende August 2007 begann die letzte Phase der Herrichtung der Eisenbahninfrastruktur für den „Prignitz-Express“, vgl. dazu unsere Information vom 4. September 2007. Bis zum 27. Februar 2008 verkehren die EGP-Züge für (vorrangig) einen großen holzverarbeitenden Betrieb in Heiligengrabe via Hennigsdorf und Neuruppin. Dabei ergibt sich die ambitionierte Aufgabe, die Fahrzeiten ausgelegter Triebwagenkurse von jeweils unter 30 Minuten zwischen den Kreuzungsbahnhöfen Velten (Mark) und Neuruppin zu realisieren.

Auch im neuen Fahrplanjahr stellt die EGP den Lotsen resp. Rangierbegleiter für alle Railion-Sonderzüge (Düngemittel, Kohle) nach Falkenhagen (Prign). Das Gleiche gilt für das einmal wöchentlich verkehrende Container-Zugpaar nach/von Liebenthal (Prign) – während der Bauarbeiten ist die EGP hier zusätzlich mit einem Triebfahrzeug präsent.

Erfreuliches gibt es auch aus dem Standortraum Bad Kleinen in Mecklenburg zu berichten. Die dreimal wöchentlich vorgesehenen Bedienungen der Güterverkehrsstellen Wüstmark, Schwerin Stern (Buchholz), Zachun und Hagenow erfolgen auch im Fahrplanjahr 2007/2008 in bewährter Manier durch die EGP. Aktuell zeichnet sich die Möglichkeit ab, dass das Aufkommen bestehender Tarifpunkte gesteigert wird und ggf. neue in diesem Bereich dazukommen.

Nach dem erfolgreichen Probelauf einer Biodieselverladung in Sternberg (Meckl) am 20. August 2007, Informationen dazu sind unter http://www.regionaler-gueterverkehr.de/ zu finden, haben sich die Bahntransporte inzwischen verstetigt. Im Durchschnitt ein Zug pro Woche mit rund 1.100 Nettotonnen wird derzeit abgefertigt – Tendenz auch hier steigend. Angesichts dieser Rahmenbedingungen laufen derzeit Überlegungen, ein Regelzugpaar der Relation Sternberg (Meckl)–Hamburg Hohe Schaar Süd einzurichten. Die EGP ist für die Zuführung des Leerwagenzuges von Bad Kleinen nach Sternberg sowie die Rangiervorgänge für die Beladung zuständig. Am Abend des Beladetages fungiert das EGP-Triebfahrzeug als Schiebelok zwischen Sternberg und Blankenberg. Außerdem stellt die EGP die im Zugleitbetrieb eingewiesenen Lotsen für die Railion-Großdiesellok. Insgesamt ein neuerliches Beispiel für eine gut funktionierende Zusammenarbeit im regionalen Schienengüterverkehr.

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